Wohnungslosenhilfe im Zeichen des Wohnprekariats

Am Beispiel Salzburgs, einer Hauptstadt der Wohnungsnot, kann deutlich gemacht werden, welche Konsequenzen es hat, wenn die Wohnungslosenhilfe ohne adäquate wohnpolitische Kompetenzen (z.B. zur Vermittlung in leistbare adäquate Wohnungen) gehalten wird.

Wohnungslosenhilfe ohne Wohnkapazität ist Hilfe zweiter Klasse und muss sich letztlich damit begnügen, temporär bis mittelfristig äußerst prekäre Wohnformen, z.B. in sogenannten Billigpensionen, zu unterstützen.

Die entsprechenden Forderungen lesen sich zumindest einfach:

Es braucht eine verfassungsmäßige Verankerung des Rechts auf Wohnen!

Benötigt wird ein Wohnungslosenhilfegesetz, das auch die wohnpolitischen Kompetenzen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit sowie zur Wohnversorgung von wohnungslosen Menschen beinhält.

Es erscheint unerlässlich, dass Wohn- und Sozialpolitik systematisch verschränkt werden, u.a. weil es nicht sein kann, dass unzureichende sozial- und armutspolitische Vorgaben Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit produzieren.

aus dem SIÖ, Herbst 2014

Wohnungslosenhilfe_im_Zeichen_des_Wohnungprekariats.pdf

Soziale Integration / Soziale Infrastruktur

Soziale Infrastruktur meint die strukturelle Vorsorge und die institutionellen Angebote einer Gemeinschaft, die ihren Mitgliedern angemessene und entwicklungsfördernde Rahmenbedingungen gewährleistet - gemäß ihrer spezifischen alter-, und lebensbezogenen Bedürfnisse. Soziale Infrastruktur umfaßt somit alle alters- und zielgruppenspezifischen und sozialräumlichen Einrichtungen: von der Krabbelstube bis zum SeniorInnenheim, vom Spielplatz bis zum zu Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, von Treffpunkten bis zu Beratungsstellen.

 

Soziale Infrastrukturforschung sichtet qualitative Aspekte diesbezüglicher Angebote. Sie überprüft und bewertet ihre quantitative und qualitative Übereinstimmung mit Bedürfnissen und Anforderungen von Seiten der Zielgruppen. Sozialer Infrastruktur-Forschung kommt die wesentliche Aufgabe zu, Bedarfsentwicklungen möglichst frühzeitig aufzuzeigen und solcherart Vorschläge für die Deckung des künftigen Bedarfs zu entwickeln.

 

Einen besonderen Anwendungsfall für soziale Infrastruktur-Forschung stellen Hilfestellungen für die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen sowie von Menschen mit Migrationshintergrund dar. Hier geht es wesentlich um Maßnahmen und strukturelle Vorsorgen für die (Wieder)Eingliederung von Personen, die aufgrund bestimmter Handicaps (Armut, Arbeits- und Wohnungslosigkeit, Krankheit, Alkoholismus und/oder Drogenabhängigkeit, Straffälligkeit etc.) Gefahr laufen, an den Rand der Gesellschaft abzurutschen. Den daraus drohenden Gefahren der Verfestigung von Armut und sozialen Risiken gilt es gezielt entgegen zu wirken. Soziale Infrastrukturforschung ist in dieser Hinsicht auch gefragt, dafür die notwendigen fachlichen Expertisen bereit zu stellen und Anleitungen für die Praxis der Integrationshilfen zu erarbeiten.

 

Helix hat sich in diesem Aufgabenfeld in vielfacher Hinsicht einen Namen gemacht.

 

Referenzprojekte:

 

 

Wohnungslosigkeit und Wohnungslosenhilfe

 

Licht und Schatten in der Wohnungslosenhilfe

Sozialpolitik

sozialpolitische_Leistungen_der_Wenderegierung.pdf

Sozialstaat Österreich

Sozialethik.pdf

Wohnungslosenhilfe in Österreich

Licht_und_Schatten_in_der_Wohnungslosenhilfe.pdf

Wohnungslosigkeit in Österreich

homelessness_in_Austria_-_statistical_update.pdf

Jugendbeschäftigung

niederschwelliger_Zugang_zur_Erwerbsarbeit.pdf